Berufliche Bildung und HIV-Arbeit in Nordkamerun

Die knodel foundation unterstützt ein Ausbildungs- und Aufklärungsprojekt von Brot für die Welt für benachteiligte junge Frauen in Kamerun.

  • Brot für die Welt



  • Lokaler Projektträger

    Avenir Femme

  • Projektlaufzeit

    06.2017 - 09.2018

Die Region „Extrême Nord“ ist die wirtschaftlich ärmste Region Kameruns. Drei von vier Einwohnern leben hier unterhalb der Armutsgrenze, die Analphabetenquote unter Teenagern liegt bei 29 Prozent. Auch die humanitäre Lage ist angespannt, vor allem wegen der Terroranschläge der islamistischen Miliz Boko Haram im Grenzgebiet zu Nigeria.

Darüber hinaus ist die Region patriarchalisch geprägt: Mädchen und Frauen werden in allen Lebensbereichen benachteiligt, sind daher deutlich stärker von Armut und Marginalisierung betroffen. Ihre Einschulungsrate liegt deutlich unter der von Jungen. Umgekehrt ist die Zahl der Schulabbrüche bei Mädchen sehr hoch, weil sie auf den Feldern arbeiten müssen – oder bereits in jugendlichem Alter verheiratet werden.

 

Projekt

Die Brot für die Welt-Partnerorganisation Association Avenir Femme (AAF) fokussiert sich auf die Bildungs- und Ausbildungsförderung von benachteiligten jungen Frauen, insbesondere von Analphabetinnen und Schulabbrecherinnen. Die erfolgreiche Integration in den lokalen Arbeitsmarkt soll den jungen Frauen eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation ermöglichen und ihre Autonomie und ihre gesellschaftliche Stellung innerhalb der sehr Männer-dominierten Gesellschaft stärken. Da Frauen in besonderem Maße von HIV und Aids betroffen sind, klärt AAF außerdem über Präventionsmöglichkeiten auf und unterstützt Betroffene dabei, ein möglichst gesundes und stigmatisierungsfreies Leben zu führen.

Mittlerweile sind es jedes Jahr bis zu 100 junge Frauen, die bei Avenir Femme Lesen und Schreiben lernen, einen Schulabschluss nachholen

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