Verhinderung des Menschenhandels aus Osteuropa in Bukarest, Rumänien

Mit seinen offenen Grenzen nach Westeuropa ist Rumänien zu einem Drehkreuz für Menschenhandel in Europa geworden. Der osteuropäische Staat zählt zu den drei Ländern innerhalb der EU, die konstant die höchste Rate von Menschenhandel aufweisen. Insbesondere Minderjährige werden hier für die Sexindustrie gehandelt.
  • International Justice Mission e.V. (IJM)



  • Lokaler Projektträger

    IJM Büro Bukarest, Rumänien

  • Projektlaufzeit

    seit Januar 2019

Laut Eurostat wurden von 2010 bis 2012 innerhalb der Europäischen Union und den EU-Kandidatenländern 6.101 Rumänen als Opfer von Menschenhandel identifiziert. Trotz wichtiger Reformen und Fortschritte in Justiz und Verwaltung können Menschenhändler nach wie vor straffrei agieren. Das kriminelle Geschäft mit der Ware Mensch geht innerhalb Rumäniens sowie in andere EU-Länder ungehindert weiter.

Lösung

IJM verfolgt in allen Projektländern das Ziel, Rechtssysteme so zu transformieren, dass Behörden gegen das Gewaltverbrechen Menschenhandel konsequent und eigenständig vorgehen können. In einer ersten Präsenzzeit wird IJM das Problem Menschenhandel in Rumänien genauer untersuchen sowie bisherige Lösungsansätze und Defizite evaluieren. Dieses Assessment bildet die Grundlage, um später eine Strategie für ein nachhaltiges Engagement von IJM entwickeln zu können. Darüber hinaus dient diese Präsenzphase dazu, strategische Partnerschaften mit Regierungsstellen und Akteuren der Zivilgesellschaft zu knüpfen. IJM möchte langfristig Netzwerke für eine Programmarbeit in Osteuropa aufbauen, um Menschenhandel strategisch und überregional einzudämmen. Das IJM-Büro in Rumänien wird Anfang 2019 offiziell eröffnet.

 

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