Schutz von Minderjährigen vor Zwangsprostitution in Mumbai, Indien

In Mumbai befindet sich der größte Rotlichtbezirk Asiens. Hier werden insbesondere viele Frauen und Kinder in der Zwangsprostitution missbraucht. Die knodel foundation unterstützt ein Projekt von IJM, das die Schwachstellen des bestehenden Rechtssystems behebt und dadurch zur Beendigung des Sexhandels mit Minderjährigen beiträgt.

Menschenhändler und Sklavenhalter nutzen Täuschung, Bedrohung und Gewalt, um einen Menschen dazu zu zwingen, für wenig oder keine Bezahlung zu arbeiten. Obwohl Sklaverei weltweit geächtet ist, sind Millionen von Menschen versklavt. Insbesondere Frauen und Kinder werden in der Zwangsprostitution ausgebeutet. In Mumbai, wo sich der größte Rotlichbezirk Asiens befindet, ist die Situation besonders schlimm.

Projekt

IJM will erreichen, dass der Sexhandel mit Minderjährigen in den Bordellen und Privatwohnungen beendet wird. Neben der Fallarbeit arbeitet IJM daher systematisch an den Schwachstellen in der Strafermittlung und Strafverfolgung, die einer wirksamen Bekämpfung des Menschenhandels bislang im Wege stehen. Für die Reformeinleitung und Reformbegleitung hat IJM die Unterstützung der Regierung des Bundesstaates Maharashtra gewonnen: Seit 2012 ist IJM in staatlichen Organisationen und Gremien als beratendes Mitglied vertreten.

Die Geschichte von vier Mädchen

IJM und die Polizei waren enttäuscht, als Ende August 2017 eine Ermittlungs- und Befreiungsaktion im Rotlichtmilieu von Kalkutta fehlschlug. Doch sie ließen nicht locker und konnten nur ein paar Wochen später einen Erfolg feiern: Vier Mädchen wurden aus einem privaten Sexhändlerring befreit. Die Polizei verhaftete dabei vier Menschenhändler (und einen Freier, was bei solchen Fälle eher selten geschieht). Die Menschenhändler hatten die vier Mädchen aus der Innenstadt in eine Wohnung am Stadtrand gebracht und dort für Sex verkauft. Die Jüngste war erst 13 Jahre alt.

 

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